Verschiedenes

17.06.2020 – Empfehlungen des Deutschen Vereins für die Stärkung von Familienzentren

Familien können auf vielfältige interne und externe Ressourcen zurückgreifen, um ihren Alltag zu gestalten und Herausforderungen des Familienlebens zu begegnen. Familienzentren als Einrichtung, in der Bedarfe von Kindern und Familien wahrgenommen und entsprechende Angebote umgesetzt werden, können eine solche Ressource darstellen. Dabei ist die Kernidee des Konzepts Familienzentrum nicht neu.
Das Ziel, Einrichtungen zu schaffen, die sowohl kindliche Belange als auch die Bedürfnisse der Familien aufgreifen, wurde bereits in den als Selbsthilfeinitiative organisierten Mütterzentren der 1970er-Jahre verfolgt. Neuen Aufschwung hat diese Idee Anfang der 2000er-Jahre erfahren, als nach dem Vorbild der Early Excellence Centres in England auch in Deutschland die ersten Einrichtungen entstanden, die Angebote für Kinder und Angebote für Eltern bündelten. Diese möglichst niedrigschwelligen Angebote sollten dazu beitragen, die Lebensbedingungen aller Familienmitglieder zu verbessern und ein Unterstützungsnetzwerk für Familien bereitzustellen. Grundsätzlich ist die Arbeit solcher Einrichtungen an den Bedarfen aller Familien orientiert, da alle Familien in den unterschiedlichen Phasen des Familienlebens mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind.
Jedoch stehen nicht allen Familien die gleichen Ressourcen zur Verfügung, die zur Bewältigung dieser Herausforderungen notwendig sind. In sozioökonomisch benachteiligenden Lagen kann es zu Mehrfachbelastungen kommen, welche kaum noch zu handhaben sind, aber auch weniger benachteiligte Familien machen Erfahrungen von „Erschöpfung“. In solchen Situationen sind neben materiellen Hilfen auch intensive Unterstützungsangebote im Alltag von großem Nutzen, um insbesondere ein gutes Aufwachsen der Kinder zu ermöglichen und ihnen Teilhabechancen zu eröffnen bzw. diese zu wahren. In diesem Sinne geht es bei der Arbeit von Familienzentren auch um Chancengerechtigkeit, um den Zugang zu und die Stärkung von sozialen und kulturellen Ressourcen für Familien.

Die vollständige Empfehlung/Stellungnahme vom 17.06.2020 – bei der BVdFZ-Präsidiumsmitglied Dorothea Rieber mitgewirkt hat: PDF, 330 KB

 

Bundesverband für Kindertagespflege

Um Eltern mit Fluchterfahrungen über die Möglichkeit der Betreuung in Kindertagespflege zu informieren, hat der Bundesverband für Kindertagespflege auf seiner Homepage schriftliche Materialien und einen Film in 10 Sprachen bereitgestellt:

https://www.bvktp.de/themen/kinder-mit-fluchthintergrund/informationen-fuer-eltern-in-verschiedenen-sprachen/

Denn Familien mit Fluchterfahrungen können die Kindertagespflege als eine Form der Kindertagesbetreuung wahrnehmen. Der kleine überschaubare Rahmen kann für Kinder mit Fluchthintergrund einen sicheren Ort und vielfältige Entwicklungschancen bieten. Kindertagespflegepersonen betreuen Kinder mit Fluchthintergrund professionell und bedarfsgerecht z.B. in einer Großtagespflegestelle, in einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete, sprach- bzw. integrationskursbegleitend oder im Haushalt der Tagesmutter/ des Tagesvaters.

Weitere Informationen und Materialien aus dem Projekt „Kinder aus Familien mit Fluchterfahrungen in der Kindertagespflege“, das durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, finden Sie auf der Homepage des Bundesverbandes:

https://www.bvktp.de/themen/kinder-mit-fluchthintergrund/

 

Die Rechte der Kinder

Von logo! einfach erklärt

Gemeinsam mit dem ZDF hat das Bundesjugendministerium die Broschüre „Die Rechte der Kinder. Von logo! Einfach erklärt“ herausgegeben. Sie erklärt in gut verständlicher Sprache, mit Geschichten und Bildern, was die Kinderrechtskonvention ist und was sie für Kinder und Jugendliche bedeutet.

Die Broschüre kann unter https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/die-rechte-der-kinder/86756 bestellt oder heruntergeladen werden (PDF: 8,9 MB)

 

Digitales Kinderzimmer – Praktische Hilfen für Eltern und pädagogische Fachkräfte
Gutes Aufwachsen mit Medien

Eine Publikation des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Die Broschüre hat den Schwerpunkt Digitales Kinderzimmer. Experten und Eltern geben Tipps für den sicheren Umgang mit Smart-Toys und Online-Risiken. Für Kinder liegt ein buntes Papierhandy mit sieben Kreativ-Karten bei. Damit lernen sie gute Kinderangebote kennen und können selbst etwas gestalten. Der Info-Laptop „Fit fürs Netz!“ enthält wichtige Online-Regeln. Außerdem gibt es einen Sticker mit individuellem Passwort-Schlüssel zum Erstellen sicherer Passwörter.

Das Heft kann unter http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen bestellt oder herunter geladen werden (PDF: 4,5 MB).

 

In der Broschüre

„Familie und Flucht- Familie leben, in der Gesellschaft ankommen“

des Bundesforums Familie finden sich zu verschiedenen Unterthemen Beschreibungen der durchgeführten Fachforen sowie zentrale Erkenntnisse, die verschiedene Arbeitsgruppen zum Thema gewonnen haben: 1. Werte lernen in der Migrationsgesellschaft; 2. Zugänge von geflüchteten Kindern und Jugendlichen zu Regelangeboten der Bildung; 3. Junge Geflüchtete und ihre Familien in der Kinder- und Jugendhilfe; 4. Familienzusammenführung von Geflüchteten.

Die Broschüre kann beim Bundesforum bestellt werden:

info@bundesforum-familie.de

www.bundesforum-familie.de

Bundesforum Familie: Ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen e.V., Berlin

 

Wie schaffen Erzieherinnen und Erzieher es, Kinder aus anderen Kulturen erfolgreich in den Kita-Alltag einzubinden? Dies gelingt in erster Linie über den engen Kontakt zu den Eltern. „Sie sind Experten für ihre Kinder„, sagte Daniela Kobelt Neuhaus, Vortandsmitglied der Karl Kübel Stiftung, in einem Interview auf der Didacta (24.07.2017). Nur im stetigen Austausch mit den Eltern sei es möglich, eine Balance zwischen den eigenen und den fremden Werten zu finden und diese Familien nicht einfach mit unseren Vorstellungen zu überrennen, so Kobelt Neuhaus. Das gesamte Interview sehen Sie: