22. Kongress Armut und Gesundheit – der Public Health-Kongress in Deutschland

Bislang vorliegende Studien zeigen, dass es soziale Unterschiede in der Mortalität und Lebenserwartung in Deutschland gibt. Diese sozialen Unterschiede sind auch in einzelnen Sozialräumen zu beobachten. Die mittlere Lebenserwartung ist in Bundesländern, Landkreisen bzw. kreisfreien Städten mit hoher Armutsquote und ungünstiger Sozialstruktur geringer als in vergleichsweise besser gestellten Sozialräumen. Diese Zusammenhänge zwischen Armut und einer höheren Mortalität sowie eine geringere Lebenserwartung haben Studien, wie z.B. die  
Studien von Lampert und Kroll 2010 gezeigt. Daher widmet sich der Kongress Armut und Gesundheit auch in einer 22. Auflage mit der Frage, wie man diesen Unterschied anpassen kann. In diesem Jahr stand der Kongress unter dem Motto: „Gesundheit solidarisch gestalten“ und bot 120 Panels aus unterschiedlichen Bereichen Anlass und Gelegenheit zum Austausch und zur Diskussion.

Auf dem 22. Kongress Armut und Gesundheit am 16. und 17. März 2017 war der Bundesverband der Familienzentren e.V. als Teilnehmer, aber auch durch Referentinnen und Referenten, über seine Mitglieder, vertreten. Martin Quente, Präsidiumsmitglied des Bundesverbandes, legte die Möglichkeiten und Chancen der Gesundheitsförderung und Prävention durch ganzheitlich arbeitende, in den Sozialraum vernetze Kinder- und Familienzentren im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Kongresses dar.

Wir laden Sie herzlich ein, die am diesjährigen Kongress Armut und Gesundheit angerissenen Möglichkeiten und Chancen zur Gesundheitsförderung und gesundheitlichen Prävention für Eltern und Familien in Familienzentren im Rahmen des diesjährigen Fachtags des Bundesverbandes mit der Hochschule Magdeburg-Stendal am Standort Stendal zu vertiefen. Der Fachtag des Bundesverbandes der Familienzentren widmet sich in diesem Jahr dem Thema „Bildung und Gesundheit in Familienzentren“. Wir freuen uns Sie am 23.11.2017 in Stendal zu begrüßen.